Entwurmung

Wie kommen die Würmer in den Darm ?

Der Befall mit Spul-, Haken- und Bandwürmern, ist leider immer noch sehr häufig. Würmer ( Rund.- und Plattwürmer) sind Endoparasiten, sie leben also ständig oder zeitweilig im Organismus des Hundes, es sei den sie entwurmen ihn immer regelmäßig.
Die erwachsenen Spul- und Hakenwürmer leben im Darm und geben dort
ihre Eier ab. Diese werden mit dem Kot ausgeschieden. Die Eier sind sehr klein, mit dem bloßem Auge können sie nicht erkannt werden. Nur bei wirklich sehr starkem Wurmbefall könnten diese etwa wie Spaghettinudeln aussehenden Spulwürmer im Kot zu erkennbar sein.
Die auch im Darm lebende bereits erwachsenen Bandwürmer geben entweder
Eier oder sogar ganze Glieder ab. Am Anfang bewegen sich diese noch, später trocknen sie dann ein. Ihr Aussehen ist vergleichbar mit dem eines Reiskornes. Aus den Eiern der Spul- und Hakenwürmer entwickeln sich später die Larven. Diese können durch das Schnüffeln des Hundes oder bei der Aufnahme von verunreinigtem Futter in den Körper gelangen.
Bei den Bandwürmern sind sowohl rohes Fleisch, aber auch Mäuse, Ratten oder sogar Flöhe die größten Ansteckungsquellen.
Spulwurmlarven könnten sich im Menschen zu umherwandernden Larven entwickeln, die sehr gefährliche Organschäden hervorrufen. Auch bei einigen Bandwurmarten des Hundes wie z.b auch dem Fuchsbandwurm
ist äußerste Vorsicht geboten.

Also denken sie bitte daran, Würmer sind immer ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Hund. Vor allem in der Umgebung von Kindern sind mit Würmern befallene Hunde ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko.
Gerade durch den engen Kontakt mit einem wurmbefallenen Hund kann sich also auch der Mensch infizieren.
Beugen sie unbedingt vor- entwurmen sie bitte regelmäßig !

Wie erkennt man den Wurmbefall ?

Dies ist sicher nicht immer ganz einfach, da eine Wurminfektion bei den meisten erwachsenen und bislang gesunden Hunden ohne besondere Symptome verläuft. Eine regelmäßige Kotuntersuchung durch ihren Tierarzt wäre sicher empfehlenswert. Problematisch kann es allerdings werden, wenn sich ihr Hund bereits unbemerkt stark mit Würmern infiziert hat. Dies könnte unter Umständen auch sein Immunsystem schwächen. Hier zeigt sich der Wurmbefall dann in den meisten Fällen auch äußerlich. Anzeichen hierfür könnten sein: Abmagerung, Fellveränderung, schlechter Allgemeinzustand oder plötzliche Darmproblemen (wie z.B. Durchfall oder Verstopfung).

Die Wurmarten:
· Hakenwürmer (Dermatitis durch wandernde Larven)
· Spulwurm (Erkrankung durch wandernde Larven)
· Dipylidium caninum
  (erwachsener Bandwurm der im Dünndarm des Menschen lebt)


Wann Sie entwurmen sollten:
· Immer bei Flohbefall, dieser kann durch eine Wurminfektion erfolgen.
· Entwurmen Sie Ihren Hund immer eine Woche vor der jährlichen anstehenden
  Schutzimpfung.

Wie oft Sie entwurmen sollten:
· Beim ausgewachsenen Hund regelmäßig alle 4.- 5.Monate
· saugende Welpen ab der 2. Lebenswoche bis ca. zur 12. Lebenswoche
· Junghunde dann ab der 12. Lebenswoche alle 4.-5.Monate
· tragende Hündinnen am 35. Trächtigkeitstag
· säugende Hündinnen jede 2. Woche

Sprechen Se aber bitte mit ihrem Tierarzt, dieser wird Sie über den neuesten Stand der Dinge unterrichten. Empfehlenswert ist aber sicherlich der Wechsel zwischen verschiedenen Entwurmungsmitteln, da die Würmer gegen einen der Wirkstoffe resistent geworden sein könnten. Fragen Sie daher bei Ihren Züchter unbedingt nach, welches Entwurmungsmittel er dem Welpen gegeben hat. Führen sie Buch, schreiben sie auf welches Entwurmungsmittel angewendet wurde und zu welchem Zeitpunkt die Entwurmung vorgenommen wurde.

Tipps um Hund und Mensch vor Würmer zu schützen:

1. Regelmäßige Entwurmung des Hundes.

2. Kotprobenuntersuchung in der tierärztlichen Praxis an drei aufeinander folgenden Tagen, da eine Eiausscheidung nicht täglich statt finden muss.

3. Schnelle Entfernung von großen Geschäften
im Garten oder auf Wegen usw.


4. Regelmäßige Reinigung von Zwingern
und allen Unterlagen auf denen der Hund liegt.


5. Mehrmalige tägliche Reinigung der Eß- und Trinknäpfe..

6. Keine Fütterung von rohem Fleisch.

7. Flohbekämpfung.

8. Darauf acht geben das ihr Hund keinen gefundenen Kadaver frisst.

9. Eigene Hygiene. Waschen der Hände vor dem Essen und nach der Gartenarbeit. Dies gilt natürlich auch für ihre Kindern.

10. "Küsschen" geben beim Hund ist tabu.
Ebenso sich das Gesicht lecken lassen.