Cystinurie

Die Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselstörung, die sowohl bei Menschen
als auch bei Hunden auftritt. Cystinurie verursacht Nierensteine. Bei den
Neufundländer ist dies leider in einer besonders schweren Form der Fall.

Betroffen durch die Cystinurie sind neben der Niere, die Blase und auch der
gesammte Harntrakt. Es bilden sich Harnsteine, die sogar zu einem vollständigen
Verschluss führen können. Ohne entsprechende Behandlung (in vielen Fällen ist
eine Operation nötig) kommt es zu Nierenversagen und Ruptur der Blase.
Da die Rüden eine sehr enge und lange Harnröhre haben, sind diese stärker betroffen als Hündinnen.
Beim den Rüden zeigen sich die ersten Anzeichen bereits im Alter von sechs
oder sieben Monaten. Für Hündinnen ist es einfacher die Steine durch die
Harnröhre abzuführen. Bei ihnen wird die Krankheit deshalb meistens erst
im Alter von etwa zwei Jahren auffällig.

Es gibt einen Träger-Test für die Cystinurie, er wird von der Firma Laboklin in Bad Kissingen durchgeführt. Durch diesen Gentest können mittels einer Blutprobe normale, Träger (verändertes Gen) und kranke Hunde lokalisiert werden.

Sind beide Elterntiere vor einer Verpaarung getestet worden und beide sind frei von Cystinurie, dann sind in jedem Fall auch die Welpen frei. Würde nun wegen dieser Krankheit nichts unternommen werden, wäre sicher in kürzester Zeit die ganze Rasse betroffen. Die Cystirnurie wird also bekämpft in dem nur noch die folgenden Verpaarungen der Neufundländer möglich sind:

- gesund / gesund
- gesund / Merkmalträger
- beim Einsatz von ausländischen Deckrüden, die nicht getestet sind,
   muss die Hündin getestet sein
- kranke Tiere dürfen nicht verpaart werden
- Trägertiere dürfen ebenfalls nicht miteinander verpaart werden.